General Engineering

Das General Engineering fasst in einem Vertrag die Objektplanung, die Fachplanungen und das Projektmanagement für ein Bauwerk zusammen. Die Vernetzung des Know-how und der Synergien der innerhalb des Unternehmens interdisziplinär zusammenarbeitenden Bereiche, stellen die Basis für eine erfolgreiche Projektlösung dar.

Die geläufige Projektorganisation

Der Einsatz von Einzelunternehmen und –büros, sowohl für die Planung als auch für die Ausführung von Bauprojekten ist bisher die am weitesten verbreitete Organisationsform. Sie ist wohl flexibel, fordert aber vom Bauherrn einen erheblichen Aufwand für die Koordination der einzelnen Parteien; zudem stellt sie hohe fachliche Anforderungen an ihn. Erschwerend kommt hinzu, dass, in der Regel, die Auftragslage der Architekten und Ingenieure durch Schwankungen in der Auslastung gekennzeichnet ist. Die zu bearbeitenden Projekte, unterscheiden sich in Art und Grösse sowie in der Zusammenarbeit mit anderen Projektbeteiligten zum Teil beträchtlich. Viele Planer versuchen deshalb, dem stetig wachsenden Druck mittels einer Spezialisierung zu begegnen. Dies bedeutet für den Bauherrn, dass die Zahl der Planungsbeteiligten stetig wächst und somit die Koordination immer aufwendiger wird. Im Rahmen seiner Planungsaufgaben hat in der Regel der Objektplaner dem Bauherrn auch Entscheidungshilfen für die Auswahl der Fachplaner auszuarbeiten und deren Leistungen in die Objektplanung zu integrieren.

General EngineeringDie Fachplaner sind durch den Bauherrn rechtzeitig zu beauftragen und zu koordinieren. Zu den Bereichen der Fachplaner gehören üblicherweise die Statik, die Technische Ausrüstung (Elektro-, Heizungs- und Klimaanlagen), die Thermische Bauphysik, die Bodenmechanik, der Erd- und Grundbau sowie vemessungstechnische Leistungen. Bei grösseren Bauvorhaben ist eine weitere Aufteilung in Spezialgebiete, z. B. Ingenieur für Fassadentechnik, Umweltplaner sowie das Hinzuziehen weiterer Sonderfachleute, z. B. eines Inbetriebnahme-Koordinators, üblich. Bei den Fachplanungen handelt es sich um völlig eigenständige Leistungen gegenüber der Objektplanung. Für die Erbringung bedarf es jeweils eines weiteren Werkvertrages zwischen Bauherr und Fachplaner. Sowohl der Objektplaner als auch die Fachplaner haben somit voneinander getrennte Aufgabenbereiche, für die sie jeweils allein verantwortlich sind. Die Alternative zur geläufigen hier beschriebenen Projektorganisation, die, wie gesagt, für den Bauherrn mit hohem Aufwand und mit Risiken verbunden ist, ist der General Engineering Contractor.

General Engineering aus der Sicht des Bauherrn

General EngineeringBereits heute beauftragen Bauherren vermehrt, aus gutem Grund, für Planung und Bauleitung, besonders bei grossen und komplexen Bauvorhaben, einen General Engineering Contractor. Dabei umfasst das General Engineering mehr als die einfache Addition der einzelnen Planungsleistungen, welche für das Projekt notwendig sind.
Die im Rahmen der General Engineering erforderlichen und damit über die eigentliche Planung hinausgehenden Leistungen, die für das Gelingen eines Projektes immer bedeutender sind, werden als Projektmanagement bezeichnet. Hierzu gehören:

  • Vorbereitung des Generalplanungsvertrages
  • Erstellung aller Honorarrechnungen für die Objektplanung,
    die Fachbereiche und das Projektmanagement
  • Verantwortliche übergeordnete Koordination und Steuerung der Gesamtleistung
    in jeder Hinsicht (fachlich, wirtschaftlich und terminlich)
  • Haftung für alle Planungsleistungen (vertraglich und gesetzlich)
  • Abschluss der Haftpflichtversicherung für den gesamten Leistungsumfang
    einschliesslich der Leistungen der Subplaner
  • Information des Bauherrn (Niederschrift, Berichte, Dokumentation u. a.)

Aus Sicht des Bauherrn ist Enumplan, General Engineering Contractor, sowohl Objektplaner als auch Fachplaner für alle Fachbereiche.
Die Enumplan AG steht für Ordnungsmässigkeit und Vollständigkeit aller im Generalplanervertrag vereinbarten Leistungen im Bezug auf Planung und Projektmanagement.

Vorteile des General Engineering für den Bauherrn

General EngineeringFür den Bauherrn ergibt sich der Vorteil, dass er für alle Fragen der Planung nur einen Ansprechpartner hat. Entsprechend sind auch der zeitliche Einsatz des Bauherrn und die Anforderungen an seine Sachkenntnis erheblich geringer, da nur der Auftrag an den General Engineering Contractor zu erteilen, zu überwachen und abzurechnen ist. Dabei ist die Einflussmöglichkeit auf die Planung keinesfalls eingeschränkt.
Die Vorgabe eines Ingenieurbüros durch den Bauherrn ist möglich. Die Verpflichtung des Bauherrn, für die Vorbereitung und Ausführung eines genehmigungspflichtigen Vorhabens, bestimmte Entwurfsplaner zu betrauen, wird im Grundsatz durch die Beauftragung der Enumplan AG nicht eingeschränkt.

Alle Fragen der Erbringung von Leistungen, der Kosten- und Termineinhaltung sowie der Haftung und Gewährleistung sind auf den General Engineering Contractor konzentriert.
Die Verantwortung des General Engineering Contractor ergibt sich aus dem Werkvertragsrecht. Der Bauherr beauftragt also einen General Engineering Contractor, um vor allem folgende Vorteile zu erreichen:

  • Zusammenfassung aller Planungsleistungen im Rahmen eines einzigen Vertrages
    und damit der Verantwortung für die Gesamtplanung
  • Im Auftrag integrierte Delegation von Koordinationsaufgaben, die der Bauherr sonst selbst übernehmen müsste
  • Zeitliche und fachliche Entlastung, somit weniger Personalbedarf
    im eigenen Unternehmen (Bauherrenorganisation)
  • Reibungsloser Planungsablauf der sich auf eine kürzere Projektdauer, auf eine besseres Planungsqualität und somit, last, but not least, auf niedrigere Baukosten auswirkt.